Deilinghofen als Thema im "werdenden" Eishockeymuseum in Hemer






 

Obiger IKZ-Artikel vom 13.4.2018 - hier noch einmal:

Eröffnung am Geburtstag des ECD
Bau des Eishockeymuseums beginnt im Mai. Förderverein soll Unterstützung geben


Ralf Engel

Hemer. Eishockeyfans werden sich noch etwas gedulden müssen, wenn sie in Erinnerungen an den ECD und IEC schwelgen wollen, den 28. Februar 2019 sollten sie sich aber bereits im Kalender eintragen: Am 60. Gründungstag des EC Deilinghofen soll „Puck – das Eishockeymuseum“ am Sauerlandpark eröffnen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun, nicht nur baulich. Ein Förderverein soll sich im Mai konstituieren.

Umbauarbeiten am Nelkenweg
Im November 2017 hatte der Kulturausschuss dem Museumskonzept zugestimmt. Damals war euphorisch von einer Eröffnung im Frühjahr 2018 die Rede, doch so schnell ging es nicht. Die Pläne stehen, die Verträge sind unterschrieben, mit den Baumaßnahmen darf aber erst nach Bewilligung von Fördermitteln begonnen werden. Nach einem Gespräch in der vergangenen Woche mit dem Museumsamt in Münster ist nun entschieden worden, ohne die Förderung zu starten. Sie hätte durch Genehmigung und Ausschreibung eine weitere Verzögerung von einem Vierteljahr zur Folge. „Wir stehen in den Startlöchern“, berichtet Mit-Initiator Rainer Tüttelmann. Nun sollen die Bauarbeiten im Mai beginnen. Dann wird auch ein Förderverein gegründet, der dabei helfen soll, die laufenden Kosten des Museums zu decken.
Das Museum entsteht im Erdgeschoss des Kulturquartiers am Nelkenweg. Fünf Räume werden durch Durchbrüche miteinander verbunden, so dass fünf verschiedene Ausstellungsthemen möglich sind. Die Konzeption hat die Iserlohner Agentur Klein und Neumann übernommen. „Es soll keine einfache Frontalpräsentation sein, die Besucher sollen aktiv sein“, betonte Stefan Klein.

Von Eishockey-Anfängen bis zu den Roosters
Im ersten Raum werden die Anfänge des Deilinghofer Eishockeys dargestellt. Es folgen die Geschichte des ECD und in Raum 3 des IEC mit dem Nachbau einer Spielerkabine. Im Bereich Sammlungen geht es um technische Entwicklungen bei Schlittschuhen, Torhütermasken oder Schlägern und auch die verschiedenen Trikots. Im letzten Raum werden die spielerischen Erfolge dargestellt mit einem original Eishockeytor als Blickfang. Moderne Technik ermöglicht die Darstellung von Mannschaftsaufstellungen, Spielerporträts und Statistiken. Gestalterisch wird das Ambiente einer Eishalle nachempfunden.
Das Museum geht auf die Initiative Engelbert Himrichs zurück, der vor drei Jahren den Bau angeregt hat und ihn seither maßgeblich fördert. Rainer Tüttelmann, Jörg Schauhoff und Bernd Schnieder haben mittlerweile rund 700 Gegenstände zusammengetragen und katalogisiert. „Wir sind bestens bestückt und überrascht, wie groß der Fundus auch aus der Anfangszeit ist“, sagt Rainer Tüttelmann. Unterlagen und Fotos aus der Anfängen ab 1958 wären noch hilfreich ( 0151/23683775).
„In der heimischen Bevölkerung ist die Hilfsbereitschaft enorm“, berichtet Tüttelmann über eine vielfältige Unterstützung schon bei der Ausstattung des Magazins.


 



PUCK-Förderverein - Vorstand vorne (v.l.): Rymarzik, Schnieder, Tüttelmann


Der Förderverein Puck das Eishockey-Museum gab sich auf der Gründungsversammlung eine Satzung und wählte einen Vorstand
IKZ am 27.6.2018

Hemer/Iserlohn. Während auf den Beginn der Bauarbeiten sehnsüchtig gewartet wird, erhält „Puck – das Eishockey-Museum“ wichtige Unterstützung: Am Montagabend hat sich der Förderverein gegründet. Wichtigstes Vereinsziel sind die Förderung und Unterstützung des Eishockey-Museums und der Nachwuchsabteilung des Iserlohner Eishockeyclubs.
Wenn die Genehmigung der Satzung durch das Amtsgericht und das Finanzamt vorliegt, soll der gemeinnützige Verein schnell wachsen. Die Weichen dafür haben die 15 Gründungsmitglieder in der von Rainer Tüttelmann bestens vorbereiteten Gründungsversammlung im „WLLM – das Lokal“ gelegt. Mit Hilfe von Winfried Pickler als Vereinsberater des Landessportbundes ist die Vereinssatzung erstellt worden, die einstimmig verabschiedet wurde.
Einstimmig für dreiköpfiges Vorstandsgremium
Der Förderverein wird nicht durch einen klassischen Vorstand geführt, sondern durch ein dreiköpfiges Kollegialgremium, das gemeinsam die Verantwortung trägt und sich anhand einer Geschäftsordnung die Arbeit teilt. „Das ist eine große Vereinfachung für kleinere Vereine“, sagte Winfried Pickler. In das Führungstrio wurden mit Bernd Schnieder (Präsident des Eishockeyverbandes NRW), Rainer Tüttelmann und Peter Rymarzik drei langjährige engagierte Eishockeyfans gewählt. Die Amtszeit ist auf drei Jahre befristet. Der Mindestjahresbeitrag wurde mit 25 Euro bewusst niedrig gehalten, um einen möglichst großen Unterstützerkreis aufzubauen.
Voran geht es auch beim Bau des Eishockey-Museums, auch wenn Mäzen Engelbert Himrich kritisch anmerkte: „Es zieht sich wie Kaugummi.“ Einen besonderen Dank richtete er an Rainer Tüttelmann: „Ohne ihn ginge hier nichts“.
Das Museum geht auf die Initiative Engelbert Himrichs zurück, der vor drei Jahren die Einrichtung angeregt hat und sie seither maßgeblich fördert. Rainer Tüttelmann, Jörg Schauhoff und Bernd Schnieder haben mittlerweile rund 800 Gegenstände zusammengetragen und katalogisiert – die vielen Nadeln und Aufkleber nicht mitgezählt.
Einweihungstermin sollder 18. Februar 2019 sein
Nachdem in den vergangenen Wochen der Brandschutz überarbeitet worden ist, soll im Juli mit den Umbauarbeiten begonnen werden. „Puck - das Eishockey-Museum“ entsteht im Erdgeschoss des Kulturquartiers am Sauerlandpark. Fünf Räume werden durch Durchbrüche miteinander verbunden, so dass fünf verschiedene Ausstellungsthemen möglich sind. Die Konzeption hat die Iserlohner Agentur Klein und Neumann übernommen. „Es gibt vieles Neues zu sehen“, verspricht Rainer Tüttelmann auch eingefleischten Fans Neuentdeckungen.
Die Geschichte des heimischen Eishockeys beginnt mit den Kanadiern im Camp Deilinghofen. Daher soll auch ein Vertreter der kanadischen Botschaft zur Eröffnung eingeladen werden. Eine Sitzbank aus der alten Halle und ein ECD-Film aus 1959 dokumentieren die Anfänge. Es folgen die Geschichte des ECD und des IEC mit dem Nachbau einer Spielerkabine. Auch der Nachwuchs kommt nicht zu kurz. Im Bereich Sammlungen geht es um technische Entwicklungen bei Schlittschuhen, Torhütermasken oder Schlägern und auch den Trikots. Im letzten Raum werden die spielerischen Erfolge dargestellt mit einem original Eishockeytor als Blickfang. Multimedia ermöglicht die Darstellung von Mannschaftsaufstellungen, Spielerporträts und Statistiken. „Es gibt nirgendwo in Deutschland ein Vereinsmuseum über Eishockey“, betont Rainer Tüttelmann die Besonderheit. Das Einweihungsdatum ist gesetzt. Am 28. Februar, dem Gründungstag des ECD vor dann 60 Jahren, soll „Puck“ eröffnet werden.
Neben der Förderung des Museums hat der Verein aber auch die Unterstützung des IEC-Nachwuchses als wichtiges Ziel. Wer die Arbeit unterstützen möchte, kann unter der Email tuetenn@gmx.de einen Mitgliedsantrag anfordern. Nach Genehmigung der Satzung werden die Anträge auch ausliegen und über eine Internetseite erhältlich sein.