Deilinghofen als Thema im "werdenden" Eishockeymuseum in Hemer
(oben Okt. 2017, dann nach unten bis zum neuesten Artikel am 30.3.2019...)






 

Obiger IKZ-Artikel vom 13.4.2018 - hier noch einmal:

Eröffnung am Geburtstag des ECD
Bau des Eishockeymuseums beginnt im Mai. Förderverein soll Unterstützung geben


Ralf Engel

Hemer. Eishockeyfans werden sich noch etwas gedulden müssen, wenn sie in Erinnerungen an den ECD und IEC schwelgen wollen, den 28. Februar 2019 sollten sie sich aber bereits im Kalender eintragen: Am 60. Gründungstag des EC Deilinghofen soll „Puck – das Eishockeymuseum“ am Sauerlandpark eröffnen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun, nicht nur baulich. Ein Förderverein soll sich im Mai konstituieren.

Umbauarbeiten am Nelkenweg
Im November 2017 hatte der Kulturausschuss dem Museumskonzept zugestimmt. Damals war euphorisch von einer Eröffnung im Frühjahr 2018 die Rede, doch so schnell ging es nicht. Die Pläne stehen, die Verträge sind unterschrieben, mit den Baumaßnahmen darf aber erst nach Bewilligung von Fördermitteln begonnen werden. Nach einem Gespräch in der vergangenen Woche mit dem Museumsamt in Münster ist nun entschieden worden, ohne die Förderung zu starten. Sie hätte durch Genehmigung und Ausschreibung eine weitere Verzögerung von einem Vierteljahr zur Folge. „Wir stehen in den Startlöchern“, berichtet Mit-Initiator Rainer Tüttelmann. Nun sollen die Bauarbeiten im Mai beginnen. Dann wird auch ein Förderverein gegründet, der dabei helfen soll, die laufenden Kosten des Museums zu decken.
Das Museum entsteht im Erdgeschoss des Kulturquartiers am Nelkenweg. Fünf Räume werden durch Durchbrüche miteinander verbunden, so dass fünf verschiedene Ausstellungsthemen möglich sind. Die Konzeption hat die Iserlohner Agentur Klein und Neumann übernommen. „Es soll keine einfache Frontalpräsentation sein, die Besucher sollen aktiv sein“, betonte Stefan Klein.

Von Eishockey-Anfängen bis zu den Roosters
Im ersten Raum werden die Anfänge des Deilinghofer Eishockeys dargestellt. Es folgen die Geschichte des ECD und in Raum 3 des IEC mit dem Nachbau einer Spielerkabine. Im Bereich Sammlungen geht es um technische Entwicklungen bei Schlittschuhen, Torhütermasken oder Schlägern und auch die verschiedenen Trikots. Im letzten Raum werden die spielerischen Erfolge dargestellt mit einem original Eishockeytor als Blickfang. Moderne Technik ermöglicht die Darstellung von Mannschaftsaufstellungen, Spielerporträts und Statistiken. Gestalterisch wird das Ambiente einer Eishalle nachempfunden.
Das Museum geht auf die Initiative Engelbert Himrichs zurück, der vor drei Jahren den Bau angeregt hat und ihn seither maßgeblich fördert. Rainer Tüttelmann, Jörg Schauhoff und Bernd Schnieder haben mittlerweile rund 700 Gegenstände zusammengetragen und katalogisiert. „Wir sind bestens bestückt und überrascht, wie groß der Fundus auch aus der Anfangszeit ist“, sagt Rainer Tüttelmann. Unterlagen und Fotos aus der Anfängen ab 1958 wären noch hilfreich ( 0151/23683775).
„In der heimischen Bevölkerung ist die Hilfsbereitschaft enorm“, berichtet Tüttelmann über eine vielfältige Unterstützung schon bei der Ausstattung des Magazins.


 



PUCK-Förderverein - Vorstand vorne (v.l.): Rymarzik, Schnieder, Tüttelmann


Der Förderverein Puck das Eishockey-Museum gab sich auf der Gründungsversammlung eine Satzung und wählte einen Vorstand
IKZ am 27.6.2018

Hemer/Iserlohn. Während auf den Beginn der Bauarbeiten sehnsüchtig gewartet wird, erhält „Puck – das Eishockey-Museum“ wichtige Unterstützung: Am Montagabend hat sich der Förderverein gegründet. Wichtigstes Vereinsziel sind die Förderung und Unterstützung des Eishockey-Museums und der Nachwuchsabteilung des Iserlohner Eishockeyclubs.
Wenn die Genehmigung der Satzung durch das Amtsgericht und das Finanzamt vorliegt, soll der gemeinnützige Verein schnell wachsen. Die Weichen dafür haben die 15 Gründungsmitglieder in der von Rainer Tüttelmann bestens vorbereiteten Gründungsversammlung im „WLLM – das Lokal“ gelegt. Mit Hilfe von Winfried Pickler als Vereinsberater des Landessportbundes ist die Vereinssatzung erstellt worden, die einstimmig verabschiedet wurde.
Einstimmig für dreiköpfiges Vorstandsgremium
Der Förderverein wird nicht durch einen klassischen Vorstand geführt, sondern durch ein dreiköpfiges Kollegialgremium, das gemeinsam die Verantwortung trägt und sich anhand einer Geschäftsordnung die Arbeit teilt. „Das ist eine große Vereinfachung für kleinere Vereine“, sagte Winfried Pickler. In das Führungstrio wurden mit Bernd Schnieder (Präsident des Eishockeyverbandes NRW), Rainer Tüttelmann und Peter Rymarzik drei langjährige engagierte Eishockeyfans gewählt. Die Amtszeit ist auf drei Jahre befristet. Der Mindestjahresbeitrag wurde mit 25 Euro bewusst niedrig gehalten, um einen möglichst großen Unterstützerkreis aufzubauen.
Voran geht es auch beim Bau des Eishockey-Museums, auch wenn Mäzen Engelbert Himrich kritisch anmerkte: „Es zieht sich wie Kaugummi.“ Einen besonderen Dank richtete er an Rainer Tüttelmann: „Ohne ihn ginge hier nichts“.
Das Museum geht auf die Initiative Engelbert Himrichs zurück, der vor drei Jahren die Einrichtung angeregt hat und sie seither maßgeblich fördert. Rainer Tüttelmann, Jörg Schauhoff und Bernd Schnieder haben mittlerweile rund 800 Gegenstände zusammengetragen und katalogisiert – die vielen Nadeln und Aufkleber nicht mitgezählt.
Einweihungstermin sollder 18. Februar 2019 sein
Nachdem in den vergangenen Wochen der Brandschutz überarbeitet worden ist, soll im Juli mit den Umbauarbeiten begonnen werden. „Puck - das Eishockey-Museum“ entsteht im Erdgeschoss des Kulturquartiers am Sauerlandpark. Fünf Räume werden durch Durchbrüche miteinander verbunden, so dass fünf verschiedene Ausstellungsthemen möglich sind. Die Konzeption hat die Iserlohner Agentur Klein und Neumann übernommen. „Es gibt vieles Neues zu sehen“, verspricht Rainer Tüttelmann auch eingefleischten Fans Neuentdeckungen.
Die Geschichte des heimischen Eishockeys beginnt mit den Kanadiern im Camp Deilinghofen. Daher soll auch ein Vertreter der kanadischen Botschaft zur Eröffnung eingeladen werden. Eine Sitzbank aus der alten Halle und ein ECD-Film aus 1959 dokumentieren die Anfänge. Es folgen die Geschichte des ECD und des IEC mit dem Nachbau einer Spielerkabine. Auch der Nachwuchs kommt nicht zu kurz. Im Bereich Sammlungen geht es um technische Entwicklungen bei Schlittschuhen, Torhütermasken oder Schlägern und auch den Trikots. Im letzten Raum werden die spielerischen Erfolge dargestellt mit einem original Eishockeytor als Blickfang. Multimedia ermöglicht die Darstellung von Mannschaftsaufstellungen, Spielerporträts und Statistiken. „Es gibt nirgendwo in Deutschland ein Vereinsmuseum über Eishockey“, betont Rainer Tüttelmann die Besonderheit. Das Einweihungsdatum ist gesetzt. Am 28. Februar, dem Gründungstag des ECD vor dann 60 Jahren, soll „Puck“ eröffnet werden.
Neben der Förderung des Museums hat der Verein aber auch die Unterstützung des IEC-Nachwuchses als wichtiges Ziel. Wer die Arbeit unterstützen möchte, kann unter der Email tuetenn@gmx.de einen Mitgliedsantrag anfordern. Nach Genehmigung der Satzung werden die Anträge auch ausliegen und über eine Internetseite erhältlich sein.


Heiße Phase für „Puck – das Eishockey-Museum“
Nach den Raumdurchbrüchen beginnt die Inneneinrichtung. Einweihungstermin am 28. Februar steht
IKZ am 17.11.2018
Ralf Engel
Hemer. Der Countdown läuft: In gut drei Monaten wird Hemer um eine Attraktion reicher. „Puck – das Eishockey-Museum“ eröffnet am 28. Februar 2019. Bis zum Einweihungstermin am Gründungstag des ECD vor 60 Jahren steht aber noch viel Arbeit an. Nachdem vier Mauerdurchbrüche, die Wand- und Deckengestaltung erledigt sind, beginnt in den nächsten Tagen der Innenausbau. „Es wird eine richtig runde Sache“, ist sich Mit-Initiator Rainer Tüttelmann sicher.
Das Museum entsteht im Erdgeschoss des Kulturquartiers am Nelkenweg, in der Nachbarschaft des Stadtarchivs und des Bundeswehr-Traditionsraums. Fünf frühere Kasernenräume sind durch Durchbrüche miteinander verbunden worden. In ihnen soll die Atmosphäre einer Eishalle nachempfunden werden. Die Decke ist schwarz, der Boden wird wie eine Eisfläche gestaltet, Bande und Sicherheitsglas werden an einer Seite durch die Vitrinengestaltung nachgebildet. Die Aufträge für den Messebauer und die Lichttechnik sind erteilt. Im Dezember soll der Innenausbau fertig sein.

Exponate stehen für die Vitrinen bereit
Dann beginnt die große Stunde der „Museumsväter“. Das Museum geht auf die Initiative Engelbert Himrichs zurück, der vor drei Jahren den Bau angeregt hat und ihn seither maßgeblich fördert. Rainer Tüttelmann, Jörg Schauhoff und Bernd Schnieder haben mittlerweile über 800 Gegenstände zusammengetragen und katalogisiert, die vielen Pins und Aufkleber nicht mitgezählt. Die Exponate fürs Museum stehen durchnummeriert und nach den fünf Räumen sortiert bereit, damit die Vitrinen direkt bestückt werden können. „Sehr viel an Vorarbeit ist schon geleistet“, sieht Rainer Tüttelmann trotz des nahenden Eröffnungstermins keinen Zeitdruck.
Die Raumaufteilung macht fünf verschiedene Ausstellungsthemen mög­lich. Die Konzeption hat die Iserlohner Agentur Klein und Neumann übernommen. Im ersten Raum werden die Anfänge des Deilinghofer Eishockeys dargestellt. Eine alte Sitzbank aus der Deilinghofer Eishalle, alte Filme und ein Interview mit dem bereits verstorbenen ECD-Mitgründer Hanskarl Franke zählen zu den Attraktio­nen. Es folgen die Geschichte des ECD und in Raum 3 des IEC mit dem Nachbau einer Spielerkabine. Im Bereich Sammlungen geht es um technische Entwicklungen bei Schlittschuhen, Torhütermasken oder Schlägern und auch die verschiedenen Trikots. Auch die Amateure, die Fans und der Nachwuchs erhalten ihren Platz.
Das Museum soll viele Mitmachmöglichkeiten bieten. Moderne Technik ermöglicht die Darstellung von Mannschaftsaufstellungen, Spielerporträts und Statistiken. Filme, O-Töne und ein digitales Selbstporträt als Spieler sind nur einige der Multimediaangebote.
Obwohl schon seit vielen Jahren gesammelt wird, ist Rainer Tüttelmann immer wieder überrascht, welche Raritäten noch auftauchen. So hat ein Fan auf ei­nem Trö­del ein Originalwahlplakat von Heinz Weifenbach entdeckt und für das Museum gesichert. Ebenfalls auf einem Trödel wurde das gestickte Uremblem des ECD gefunden, ein echtes Unikat.
In einem Tonstudio sind alte Singles aus dem Jahre 1974 mit den Liedern „Ja, das ist der ECD“ und „Glory, Glory, Halleluja“ aufgetaucht. „Es sind verrückte Geschichten dabei und echte Schätze für Eishockey­fans“, freut sich Rainer Tüttelmann.

Förderverein eingetragen - und gemeinnützig
Dass nicht über 800 Ex­ponate gleichzeitig ausgestellt werden können, versteht sich von selbst. So sollen einige Sammelstücke regelmäßig ausgetauscht werden. Interessant sind aber auch die Geschichten hinter den Museumsstücken. Der Förderverein möchte regelmäßig Zeitzeugen-Abende anbieten, Berichte von Sammlern, Spielern und Fans.
Der Förderverein mit dem dreiköpfigen Vorstand aus Peter Rymarzik, Bernd Schnieder und Rainer Tüttelmann hat mittlerweile alle bürokratischen Hürden genommen, ist als gemeinnützig in das Vereinsregister eingetragen und freut sich über Unterstützung.

f Weitere Infos gibt es auf Facebook.de unter puck - das Eishockey-Museum


Modernste Technik bringt Leben ins „Puck“
Inneneinrichtung des Eishockey-Museums läuft auf Hochtouren. Einweihung soll im März erfolgen
IKZ am 8.2.2019
Ralf Engel
Hemer. Was lange währt, soll besonders gut werden: Endspurt ist angesagt für Hemers neue Attraktion „Puck – das Eishockey-Museum“ am Sauerlandpark. Die Inneneinrichtung läuft auf Hochtouren und lässt schon erkennen, dass sich Fans zum 60. Geburtstag des EC Deilinghofen auf eine attraktive und moderne Präsentation der heimischen Eishockeygeschichte freuen können. Nach drei Jahren wird der maßgeblich durch Engelbert Himrich geförderte Museumstraum wahr. Nur aus der für den Gründungstag am 28. Februar geplanten Einweihung wird nichts (wir berichteten). Sie wird um einige Wochen verschoben, um sicherzustellen, dass auch alle technischen Raffinessen einwandfrei funktionieren.
Das Museum entsteht im Erdgeschoss des Kulturquartiers am Nelkenweg, deutlich erkennbar durch die Fensterwerbung. Fünf ehemalige Kasernenräume sind durch Durchbrüche miteinander verbunden worden, so dass fünf verschiedene Ausstellungsthemen möglich sind. Die Konzeption hat die Iserlohner Agentur Klein und Neumann übernommen.

Messebauer arbeiten auf Hochtouren
Die Messebauer arbeiten derzeit auf Hochtouren. Die einer Eishalle nachempfundene Gestaltung mit stilisierter Eisfläche und Bande ist schon zu erkennen. Sobald die ersten Vitrinen fertiggestellt sind, läuft auch parallel deren Gestaltung.
Im ersten Raum werden die Anfänge des Deilinghofer Eishockeys dargestellt. Ein Riesenfoto aus der alten Eishalle der Kanadier in Deilinghofen und eine alte Spielerbank gehören zu den Blickfängen. In einer Deckensäule bildet die Gründungsurkunde den Mittelpunkt. In den weiteren Räumen folgen die Geschichte des ECD, des IEC mit dem Nachbau einer Spielerkabine. Im Bereich Sammlungen geht es um technische Entwicklungen bei Schlittschuhen, Torhütermasken oder Schlägern und Trikots. Im letzten Raum werden die spielerischen Erfolge dargestellt mit einem original Eishockeytor als Blickfang.
Modernste Technik soll eine zeitgemäße Präsentation garantieren. „Es gibt viele Möglichkeiten zum Mitmachen“, betont Mitinitiator Rainer Tüttelmann. Ein Beispiel aus dem Eingangsbereich: Durch eine Kamera können Besucher ihr Portrait in ein Spielerfoto von Louie Caporusso projizieren. Im Museum gibt es beispielsweise eine Hörstation mit historischen Interviews. Bildschirme mit alten Filmaufnahmen, ein digitales Fotoalbum, eine Multivisionswand mit Touchscreens. Durch eine dreidimensionale Brille wird eine Spielszene hautnah erlebbar.
„Es ist schon Wahnsinn, welches Engagement hier drinsteckt“, zeigte sich der Erste Beigeordnete der Stadt, Christian Schweitzer, bei einer Baustellenbesichtigung begeistert. „Das wird ein Mehrwert für Hemer und den Sauerlandpark. Es ist eine Museumskonzeption, wie man sie sich für viele Einrichtungen wünschen würde“, sagte er.
Auch wenn der genaue Eröffnungstag noch nicht feststeht, 18 Ehrenamtliche stehen bereit, um die regelmäßigen Öffnungszeiten zu garantieren. Zunächst soll „Puck“ freitags, samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet sein. Erste Buchungen von Vereinen und Organisationen gibt es bereits.
Neuer Eingang für das Kulturquartier geplantMit dem Eishockey-Museum bilden dann neben Sauerlandpark auch VHS, Musikschule, Kulturbüro, Stadtarchiv, Stalag-Gedenkraum und Bundeswehr-Traditionsraum unter einem Dach das Kulturquartier. Damit das Gebäude besser zu erreichen ist, soll auf der Vorderseite ein neuer Eingang gebaut werden, der dann direkt in den „Lichthof“ führt. Der Betriebsausschuss berät am Donnerstag, 14. Februar, den Architektenentwurf.
Bis zum Bau noch in diesem Jahr erfolgt der Zugang auch zum neuen Museum über den rückseitigen VHS-Eingang (außerhalb des Sauerlandparks).


 


 

Hochwertiger Messebau prägt „Puck“
Heute 60. Jahrestag der ECD-Gründung. Ausbau des Eishockey-Museums läuft
IKZ am 28.2.2019
Ralf Engel

Hemer. Für das Eishockey im Sauerland ist es ein besonderer Jahrestag: Heute vor 60 Jahren war die Geburtsstunde des EC Deilinghofen. 17 Jungs gründeten in der Gaststätte Sonneborn den neuen Verein. An den Beginn der Eishockeybegeisterung erinnert seit 15 Jahren das Eishockey-Denkmal an der Europastraße. Eigentlich sollte zum heutigen 60. Gründungstag eine weitere Erinnerungsstätte eingeweiht werden: „Puck – das Eishockey-Museum“. Fans werden sich aber noch einige Wochen gedulden müssen, Endspurt ist bei der Inneneinrichtung angesagt.

Im Museum wird nicht gekleckert, sondern geklotzt
Wer in den vergangenen Tagen einen Blick in die Räume des Kulturquartiers am Sauerlandpark werfen durfte, der konnte über die moderne und hochwertige Gestaltung nur staunen: Im Museum wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Hier werden keine Vitrinen aus dem Katalog an die Wand gestellt. Maßgefertigt bilden die Messebauer die Bande einer Eishalle nach, hinter Plexiglas befinden sich diesmal nicht die Zuschauer, sondern werden die Exponate aus sechs Jahrzehnten Eishockey einen Ehrenplatz erhalten. Vor einem Riesenbild aus der alten kanadischen Eishalle in Deilinghofen schwebt die Gründungsurkunde in einer runden Vitrine von der Decke, bildet den Mittelpunkt der Ausstellung. Um sie dreht sich die ganze Geschichte des heimischen Eishockeys.
Originalgetreu nachgebaut wurden Kabinenplätze der Iserlohn Roosters. Der hochwertige Messebau verleiht dem „Puck“ das besondere Niveau, auf das Mäzen Engelbert Himrich immer besonderen Wert gelegt hat.
In dieser Woche wollen die Messebauer ihre Arbeit beenden, dann geht es an Bestückung. Die Exponate liegen fertig sortiert im Keller, müssen mit passenden Hintergründen und Beschriftungen versehen in den Vitrinen und Schubladen befestigt werden.
Dann muss sich auch die moderne Technik bewähren. Hör- und Sehstationen, ein digitales Fotobuch, eine Multimediawand mit Namen, Statistiken und Fotos, eine 3-D-Brille sind nur einige Beispiele für die Museumstechnik zum Mitmachen. Funktioniert sie einwandfrei, soll das Museum Ende März eröffnet werden. In der nächsten Woche soll der Termin festgelegt werden.

Zur Denkmalenthüllung kamen über 2000 Bürger
Wenn das Interesse an der Eiskockeygeschichte so groß ist, wie bei der Denkmalenthüllung vor 15 Jahren, dürfte „Puck“ gleich bei der Einweihung aus allen Nähten platzen. Damals kamen über 2000 junge und alte ECD-Fans zum neuen Denkmal an der Europastraße. Solche Menschenmassen kann das neue Museum nicht fassen. Die Premierengäste werden bei freiem Eintritt sicherlich wiederkommen müssen, um alles in Ruhe betrachten zu können.


 


MUSEUM
Eishockeytor ein weiterer Museumsbaustein

Ralf Engel
IKZ, 30.03.2019 - 08:00 Uhr



[zum Foto:] Über den originalgetreuen Nachbau eines Eishockeytores freuen sich Marco Voge. Christian Schweitzer, Rainer Tüttelmann, Stefan Klein und Bernd Schnieder - Foto: Ralf Engel

HEMER. Die Einrichtung von „Puck – das Eishockeymuseum“ läuft auf Hochtouren. Die Einweihung erfolgt Ende April.
„Es ist sehr beeindruckend. Hier steckt nicht nur eine Menge Geld, sondern viel Herzblut und Engagement drin“, wer wie der Erste Beigeordnete Christian Schweitzer schon einen Blick in „Puck – das Eishockeymuseum“ werfen durfte, der ist voll des Lobes und kann die Fertigstellung und Eröffnung kaum abwarten. Täglich füllen sich derzeit die Vitrinen und Schaukästen. Ab Ende April soll die neue Attraktion am Sauerlandpark zum Mekka der Eishockeyfans werden. Die offizielle Eröffnung mit geladenen Gästen ist am Tag der Gründung des Iserlohner EC geplant.

Mit dreidimensionaler Brille mitten auf der Eisfläche
Ein besonderes Ausstellungsstück konnte am Freitag übergeben werden. Michael Weist, Chef der Firma GEG Glümer aus Iserlohn, hat ein Eishockeytor originalgetreu nachgebaut. Lediglich in der Tiefe musste es reduziert werden, um im Ausstellungsraum nicht zu viel Platz einzunehmen. Besucher werden sich in dieses Tor stellen können und dann durch eine dreidimensionale Brille ein Training verfolgen können, mit Torschuss direkt auf den Brillenträger. Schon allein diese Station ist ein Beispiel für die moderne Technik, die das Museum für alle Generationen zum besonderen Erlebnis machen soll.
Finanziert wurde das Tor durch einen Heimatscheck, jener Förderung der Landesregierung, durch die besondere Projekte mit jeweils 2000 Euro unterstützt werden. Der CDU-Landtagsabgeordnete Marco Voge hatte auf die Fördermöglichkeit aufmerksam gemacht. „Das Heimatprogramm habe ich sehr gerne mit beschlossen“, freut sich der Christdemokrat über den Etat. Seit dem sechsten Lebensjahr ist er Eishockeyfan und zeigte sich von dem Museum begeistert. „Es ist ein Stück Heimat, es prägt unsere Heimat“, so Voge.
Das Museum entsteht im Erdgeschoss des Kulturquartiers am Nelkenweg und geht auf die Initiative von Engelbert Himrich als Mäzen zurück. Fünf ehemalige Kasernenräume sind miteinander verbunden worden, so dass fünf verschiedene Ausstellungsthemen möglich sind. Aus mittlerweile über 870 Ausstellungsstücken – die vielen Pins und Aufkleber nicht mitgerechnet – von 114 Spendern haben die Museumsmacher um Rainer Tüttelmann die Qual der Wahl. Doch die Ausstellung lässt den Austausch von Exponaten zu.

Größter Raum für die Deilinghofer Wurzeln
Strukturiert ist die Ausstellung nicht nach Zeiträumen, sondern nach Themen, wobei den Deilinghofer Wurzeln zum Auftakt der größte Raum gewidmet ist. Ein Riesenfoto aus der alten Eishalle der Kanadier in Deilinghofen und eine alte Spielerbank gehören zu den Blickfängen.
„Wir sind im Endspurt“, geht Rainer Tüttelmann davon aus, dass das Museum in einer Woche komplett bestückt ist. Dann wird die Technik wie Hörstation mit historischen Interviews, Bildschirme mit alten Filmaufnahmen, ein digitales Fotoalbum oder eine Multivisionswand mit Touchscreens dem Testlauf unterzogen.