Roosters ehren Jörg Schauhoff und Dieter Brüggemann




11.09.2014:
Iserlohn – Wenn die Iserlohn Roosters am morgigen Abend in die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) starten, dann wird der Start in die Spielzeit 14/15 mit einem ganz besonderen Moment verbunden sein. Zum ersten Mal werden die Sauerländer die Rückennummern zweier besonders verdienter Spieler unter die Hallendecke der Eissporthalle am Seilersee ziehen. Die Nummer ´5` des ECD-Gründungsspielers Jörg Schauhoff und Dieter Brüggemanns ´21` werden nach dieser Zeremonie nie wieder vergeben werden.
Entschieden darüber hat ein Gremium aus zwei Fans, dem Fanbeauftragten und einem Mitglied des Fanbeirates, drei heimischen Journalisten und den sportlich Verantwortlichen der Iserlohn Roosters. Ein Gremium dieser Zusammensetzung soll auch in Zukunft über Entscheidungen wie diese debattieren und verbindlich abstimmen. Voraussetzung für eine solche Ehrung ist:
 
1. Die Spieler müssen sich um das Eishockey in Deilinghofen und Iserlohn auf und neben dem Eis verdient gemacht haben.
2. Die zu Ehrenden müssen herausragende sportliche Leistungen selbst erbracht oder unmittelbar an sportlichen Meilensteinen in der Entwicklung des Eishockeys im Sauerland beteiligt gewesen sein.
3. Spieler, deren Nummer nie wieder vergeben werden, müssen prägend für den Eishockeysport in ihrer Spielergeneration gewesen sein und alles für die Eishockeytradition gegeben haben.
 
Dies trifft nach Meinung des gesamten Entscheidungsgremiums auf Jörg Schauhoff und Dieter Brüggemann zu.
Die Ehrung für beide wird am morgigen Abend zehn Minuten vor dem ersten Bully beginnen. Während beide Mannschaften auf ihren Teambänken Platz nehmen, betreten beide Spieler gemeinsam mit ihren Familien und Clubchef Wolfgang Brück das Eis. Nach einer kurzen Ansprache sollen dann die Trikotnummern unter die Hallendecke gezogen werden.
Aufgrund der eingeschränkten bautechnischen Möglichkeiten findet das Banner mit den beiden Nummern zunächst einen vorläufigen Platz oberhalb der Sitzplatztribüne. „Wir haben sehr lange mit den Hallentechnikern über verschiedenste Möglichkeiten gesprochen. Leider ist es unmöglich, die Trikotnummern aus Fahnenstoff unter die zentrale Decke zu ziehen. Der Fahnenstoff würde zum einen Kondenswasser auf die Eisfläche tropfen lassen, Löcher und Pfützen verursachen, zum anderen, aufgrund der Lichtanlage, zu einer Schattenbildung auf dem Eis oder auf der Tribüne führen“, so Prokurist Bernd Schutzeigel.
Als endgültigen Platz für die beiden ersten, aber auch alle noch zu vergebenden möglichen weiteren Trikotnummern haben sich die Iserlohn Roosters für das jetzige ´iserlohn.de`-Banner auf der Südseite der Halle entschieden. „Wir haben in den vergangenen Tagen sehr intensiv mit der Stadt und vor allem den Stadtwerken Iserlohn gesprochen. Beide Seiten haben dankenswerterweise zugestimmt und uns diese fast 40 Meter lange Fläche zur Verfügung gestellt.“ In den kommenden Wochen wird die Fläche komplett neu gestaltet und damit zu einer besonderen Ehrentafel für die verdientesten Spieler des Deilinghofer und Iserlohner Eishockeys.


Genau dazu auf der Roosters-Seite:

Ein ganz besonderer Abend...



12.09.2014:
Iserlohn Roosters – Krefeld Pinguine 4:2 (1:0/1:2/2:0)
Iserlohn – Der Brückenschlag zwischen den Traditionen ist gelungen. Im 20. Jahr des IEC kehrt der ECD zurück in die Eissporthalle am Seilersee. Mit der Ehrung von Jörg Schauhoff und Dieter Brüggemann, zwei verdienten Urgesteinen des Deilinghofer Eishockeys, gibt es nur noch eine Sauerländer Eishockeygeschichte. Gekrönt wurde der erste Eishockeyabend der Saison durch einen verdienten 4:2-Erfolg der Iserlohn Roosters gegen den Angstgegner aus Krefeld. Es war der siebte Auftakterfolg der Blau-Weißen seit 2008 in Folge.

 

Und im IKZ am Samstag, 13.9.2014:
Zwei geschichtsträchtige Auszeichnungen



von links: Dieter Brüggemann, Jörg Schauhoff und Ingrid mit dem Maskottchen - der ECD mit Schauhoff und Co. hatte viele damit zu tun, dass FG 1983 nach Deilinghofen kam...

Es war ein ganz besonderer Augenblick - einer, der Gänsehaut verursachte. „Eine geschichtsträchtige Auszeichnung“, wie Jörg Schauhoff (2. v. li.) es beschrieb. Denn unmittelbar vor dem Westderby zum DEL-Saisonstart wurde ihm und Dieter Brüggemann (li.) eine ganz besondere Ehre zuteil. Erstmals in der 55-jährigen Eishockeygeschichte wurden ihre Rückennummern unter das Hallendach gehängt. Fortan werden die „5“ und die „21“ nicht mehr vergeben. Tausendfach wurden die beiden ECD-Idole mit Standing Ovations gefeiert, auch die Spieler beider Teams applaudierten, Maskottchen „Icey“ hatte sich sogar einen Frack angezogen – der Brückenschlag zwischen Roosters und ECD war damit perfekt. „Eishockey wird hier immer eine Zukunft haben“, so Schauhoff. „Und eines Tages wird der Traum wahr und die Deutsche Meisterschaft an den Seilersee geholt!“ MT/Foto: Michael May
 


Im IKZ am Dienstag, 16.9.2014:


Hohe Auszeichnung für ein Leben im Dienste des Eishockeys
ECD-Recken Jörg Schauhoff und Dieter Brüggemann: „Sehr stolz auf diese ganz besondere Ehre.“ Standing Ovations der Fans
Iserlohn. „Ja, das ist der ECD!“ Ungewohnte, aber für ältere Eishockey-Fans doch so vertraute Klänge machten am Freitagabend vor dem DEL-Spiel der Roosters gegen Krefeld in der ausverkauften Eissporthalle die Runde. Dazu gesellte sich Maskottchen „Icey“ im Frack. Der Saisonstart verlief diesmal anders als sonst. Von „Tagen, an denen Geschichte greifbar wird“, sprach Mirko Heintz bei der Anmoderation dieses ganz besonderen, historischen Ereignisses im Iserlohner Eishockey.
Es war eine Premiere, die die 5000 Zuschauer zu Standing Ovations veranlasste, denn erstmals in der nun 55-jährigen Eishockey-Geschichte wurden zwei verdiente Eishockeyspieler mit einer stimmungsvollen Zeremonie gewürdigt, zum ersten Mal wurden, ganz nach nordamerikanischer Tradition, Trikots zweier verdienstvoller, nicht mehr aktiver Spieler unter das Hallendach gehängt. Verbunden damit ist die Verpflichtung, die Nummer „5“ von Jörg Schauhoff und die Nummer „21“ von Dieter Brüggemann nicht mehr zu vergeben.
Es entwickelte sich ein feierlicher, Gänsehaut erzeugender Moment, begleitet von „Olé ,olé Deilinghofen“-Gesängen. Da hielt es keinen Fan mehr auf den Sitzen, auch die beiden DEL-Teams applaudierten, „Icey“ fiel respektvoll auf die Knie. Und jene Krefelder Fans, die glaubten, diesen Augenblick mit unqualifizierten Reaktionen torpedieren zu müssen, wurden recht schnell zur Räson gebracht. Denn immerhin wurde Schauhoff und Brüggemann im Beisein ihrer Ehefrauen, denen Roosters-Chef Wolfgang Brück Blumen überreichte, die höchstmögliche Ehre zuteil, gleichzeitig wurde so der von den Roosters propagierte Brückenschlag zur Eishockey-Tradition dokumentiert.
„Beide haben ihr Leben in den Dienst des Eishockeys im Sauerland gestellt“, so die Begründung für die Ehrung der altgedienten ECD-Recken. Schauhoff ist Gründungsmitglied und mit 346 Toren uneinholbarer Rekordtorschütze, Brüggemann ist mit 294 Treffern zweitbester dieser Wertung und mit 588 Einsätzen Rekordspieler des ECD, als Iserlohner Rekordspieler wurde er inzwischen abgelöst von Collin Danielsmeier. „Ich bin sehr stolz auf diese große Ehre“, so Brüggemann, der Vater von DEL-Topschiedsrichter Lars Brüggemann und als Nachwuchstrainer beim IEC aktiv ist. „Und der jetzigen Mannschaft wünsche ich eine tolle Saison.“
Die Rührung über die Auszeichnung spiegelte sich in seinem Gesicht wider. Angetan war auch Jörg Schauhoff. Für ihn sei einer solche Auszeichnung lange Utopie gewesen. „Dass ich das in meinem Alter noch erleben darf! Ich danke dem IEC, das macht mich stolz. Diese geschichtsträchtige Auszeichnung ist eine ganz besondere Ehre, der Traum eines jeden Sportlers in Iserlohn.“ Und einmal in Schwung legte er unter dem großen Applaus nach: „Wir Sauerländer sind vom Eishockeyvirus infiziert. Eishockey wird hier immer eine Zukunft haben. Und eines Tages wird der Traum wahr und die Deutsche Meisterschaft an den Seilersee geholt!“
Danach durften die beiden das Eröffnungsbully der neuen DEL-Saison durchführen und die Gratulation der Kapitäne Mike York und Herberts Vasiljevs entgegennehmen - danach wurde auf dem Eis mit einem 4:2 das Kapitel des Iserlohner Eishockeys weitergeschrieben. MT